Kretz, 04.05.2012, von Anja Baerwindt

Katastrophenalarm im Landkreis Mayen-Koblenz: THW übt zusammen mit anderen Rettungsorganisationen

Ein Zugunglück, ein Chemieunfall, eine manövrierunfähige Fähre und ein großflächiger Stromausfall – dies waren die Szenarien der zweitägigen Katastrophenschutzübung am Wochenende im Landkreis Mayen-Koblenz. Diverse Ortsverbände des THW waren hierbei mit eingebunden.

Gefahrstoffunfall

Mehrere Hundert Kräfte von THW, Feuerwehr, DRK, Polizei und Kreisverwaltung waren seit Freitagnachmittag im Einsatz. Zunächst sah der Übungsplan einen großflächigen Stromausfall im Landkreis  Mayen-Koblenz und der Stadt Koblenz vor. Ein Krisenstab im Kreishaus versuchte die Situation „am Computer“ zu bewältigen.
In der Nacht von Freitag auf Samstag ging die Meldung von einem Zugunglück zwischen Kretz und Kruft mit zahlreichen Verletzten ein. Grund war ein Unfall zwischen einem PKW und LKW auf einem Bahnübergang. Eine sich nähernde Regionalbahn konnte zwar rechzeitig anhalten, bei der Notbremsung wurden allerdings zahlreiche Passagiere verletzt.
Am Samstagmorgen wurde die Rettungsleitstelle erneut alarmiert: Bei Oberfell trieb eine Fähre manövrierunfähig auf der Mosel. Zahlreiche Jugendliche verschiedener Nationen, die anlässlich eines Jugendprogramms im Landkreis waren, mussten gerettet werden.
Doch damit nicht genug. Kurze Zeit später ist nochmals Alarm ausgelöst worden: Im Bendorfer Hafen hat es einen Chemieunfall gegeben, ein Auto hatte sich unter einem mit Benzin gefüllten Kesselwagon verklemmt. Außerdem musste eine verirrter Fallschirmspringer gerettet werden.
Während der Übung wurden durch das Technische Hilfswerk folgende Einsatz-Aufgaben wahrgenommen:
-    Ausleuchtung der Einsatzstellen
-    Sicherung der Versorgung mit Strom und Wasser, u.a. mittels Bau einer EGS-Schlauchbrücke
-    Absicherung der Einsatzstellen
-    Rettung aus Höhen
-    Stellung von Fachberatern in der Technischen Einsatzleitung sowie Entsendung von Vertretern in die Landesfacheinheit Presse- und Medienarbeit Koblenz

Die Ortsverbände waren nicht nur bei der Bewältigung der Aufgaben eingebunden, sondern wirkten auch bei Übungsvorbereitung und - durchführung intensiv mit, unter anderem bei Auf- und Abbau der Schadenszenarien und Stellung von Räumen für die Übungsleitung sowie Verletztendarsteller.

Text: Anja Baerwindt (GSt Koblenz)


  • Gefahrstoffunfall

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